Vielleicht läuft dein Leben von außen betrachtet genau so, wie du es dir früher gewünscht hast. Du hast Menschen, die dich lieben. Einen Beruf. Einen Alltag, der funktioniert. Und trotzdem begleitet dich dieses schwer greifbare Gefühl, dass etwas fehlt. Diese Gefühl ist nicht jeden Tag gleich stark, aber immer wieder. Eine Leere irgendwie, die sich durch keine To-do-Liste, keinen Urlaub und keinen Erfolg dauerhaft schließen lässt.
Es gibt einen Satz, den ich in den letzten Jahren erstaunlich oft gehört habe. Zwar nicht unbedingt wortwörtlich, denn jede Frau beschreibt ihn ein bisschen anders. Und trotzdem läuft er fast immer auf dieselbe Frage hinaus.
„Eigentlich geht es mir gut. Warum fühlt es sich trotzdem nicht so an?“
Oft folgt danach sofort eine Erklärung. „Ich habe doch einen guten Job.“ „Meine Beziehung ist eigentlich in Ordnung.“ „Ich sollte dankbar sein.“ Als müsste dieses Gefühl möglichst schnell wieder verschwinden. Mich beschäftigt dabei etwas anderes. Vielleicht geht es gar nicht darum, dass etwas fehlt.

Vielleicht fühlt sich das Leben manchmal deshalb nicht richtig an, weil wir zwar gelernt haben, es zu organisieren, aber nie wirklich darin anzukommen. Wir verbringen Jahre damit, Ziele zu verfolgen, Erwartungen zu erfüllen und Entscheidungen zu treffen. Wir lernen, Verantwortung zu übernehmen, stark zu sein und weiterzumachen. Das alles sind wichtige Fähigkeiten. Nur stellt sich irgendwann die Frage, wann wir eigentlich gelernt haben, uns selbst dabei nicht zu verlieren.
Ich glaube, viele Frauen kennen diesen Moment. Nicht als große Krise sondern eher als eine Art Hintergrundrauschen. Man sitzt mit Freunden am Tisch und merkt plötzlich, dass man gar nicht richtig da ist. Vielleicht fährt Man nach Hause und weiß nicht mehr, wie die letzten zwanzig Minuten vergangen sind. Oder auch man wacht morgens auf und funktioniert (scrollt am Handy, checkt Emails usw), bevor man überhaupt gespürt hat, wie es einem eigentlich geht.
Von außen sieht das Leben oft vollkommen normal aus. Von innen fühlt es sich manchmal erstaunlich weit weg an. Abgeschnitten oder sogar taub. Vielleicht suchen deshalb so viele Frauen nach Antworten. Sie lesen Bücher, hören Podcasts oder beschäftigen sich mit persönlicher Entwicklung. Und nein, Sie wollen nicht ständig an sich arbeiten. Sie hoffen, dieses schwer greifbare Gefühl endlich einordnen zu können.
Warum fühle ich mich leer trotz gutem Leben? Oft zeigt sich das fast unauffällig
Die innere Leere kündigt sich selten dramatisch an. Sie zeigt sich oft in kleinen Momenten, die nach außen kaum jemand bemerkt. Vielleicht erkennst du dich in einigen davon wieder:
- Du erledigst alles, was erledigt werden muss, aber nichts fühlt sich wirklich erfüllend an.
- Du freust dich auf den Urlaub und merkst schon nach zwei Tagen, dass dieses Gefühl trotzdem mitgereist ist.
- Du funktionierst im Alltag, aber wenn es ruhig wird, entsteht eine Unruhe, die sich nur schwer erklären lässt.
- Du hast immer wieder das Gefühl, dass du dich selbst irgendwo auf dem Weg verloren hast.
- Du fragst dich manchmal, ob das wirklich alles gewesen sein soll, obwohl du weißt, dass du eigentlich dankbar sein müsstest.
Es geht dabei nicht darum, undankbar oder unzufrieden zu sein. Im Gegenteil. Viele Frauen, die dieses Gefühl kennen, wissen sehr genau, wie viel Gutes es in ihrem Leben gibt. Gerade deshalb macht ihnen diese Leere oft Angst. Sie lässt sich nicht logisch erklären und verschwindet auch nicht, wenn man sich noch mehr anstrengt.
Und doch habe ich den Eindruck, dass wir oft an der falschen Stelle suchen.Wir versuchen zu verstehen. Wir analysieren und wir sammeln Wissen. Dabei stellen wir uns viel seltener eine andere Frage.
Wann habe ich mich eigentlich das letzte Mal wirklich gespürt?
Nicht bewertet. Auch nicht analysiert. Nicht optimiert. Sondern einfach nur wahrgenommen. Denn vielleicht beginnt genau dort etwas Neues, dass nichts mit einer weiteren Erkenntnis zu tun hat. Sondern mit einem Moment, in dem wir aufhören, uns selbst ausschließlich durch den Kopf zu begegnen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Themen wie Embodiment, Nervensystem oder Womb Healing heute so viele Frauen berühren. Weil sie sich nach einer Erfahrung sehnen, die im Alltag oft verloren gegangen ist und nicht, weil sie nach einer neuen Methode suchen.
Viele Frauen wissen längst, warum sie sich so fühlen. Sie haben Bücher gelesen, Podcasts gehört und vielleicht sogar eine Therapie gemacht. Trotzdem bleibt das Gefühl bestehen. Und das bedeutet nicht dass sie etwas falsch machen. Es gibt eine sehr einfache Erklärung dafür : Erkenntnis allein kommt selten dort an, wo dieses Gefühl entstanden ist: im Körper und im Nervensystem.
Ich glaube, dass wir uns selbst nicht erst finden müssen. Vielleicht geht es vielmehr darum, wieder einen Zugang zu etwas zu bekommen, das die ganze Zeit da war, aber lange keinen Raum hatte.
Weiterlesen
Wenn dich dieser Gedanke begleitet, könnte dich auch mein Artikel „The Body Keeps the Score – Teil 2“ interessieren. Dort geht es um die Frage, warum Verstehen allein oft nicht ausreicht und weshalb unser Körper eine viel größere Rolle spielt, als wir lange angenommen haben.
Auf Instagram teile ich regelmäßig Gedanken über Körperbewusstsein, Nervensystem und die leisen Fragen, die viele Frauen mit sich tragen, lange bevor sie Antworten suchen.
Vielleicht geht es also gar nicht darum, dein Leben komplett zu verändern. Vielleicht beginnt Veränderung an einem viel ruhigeren Ort : dort, wo dein Körper sich wieder sicher fühlt und du dich selbst nicht länger suchen musst, sondern Schritt für Schritt wieder findest. Wenn dich diese Perspektive anspricht, begleite ich Frauen genau auf diesem Weg, mit Holosomatic Energy Therapy, körperorientierter Begleitung und einem Raum, in dem Veränderung nicht erzwungen werden muss, sondern entstehen darf. Schreibe mir gerne über das Kontaktformular oder buche dein kostenloses Kennenlerngespräch.
