Was ist Womb Healing wirklich?
Der Begriff Womb Healing begegnet mir mittlerweile an vielen Orten.
Auf Instagram. In Podcasts. In Frauenkreisen. Und immer wieder auch in Gesprächen mit Frauen, die sich eigentlich gar nicht als besonders spirituell bezeichnen würden. Manche reagieren neugierig darauf. Andere eher skeptisch. Wieder andere können gar nicht genau erklären, warum sie sich davon angesprochen fühlen, haben aber trotzdem das Gefühl, dass da etwas für sie drinsteckt.
Ich finde das spannend.
Denn die meisten Frauen, die sich für Womb Healing interessieren, suchen eigentlich nicht nach Womb Healing. Sie suchen nach etwas, das deutlich schwerer zu beschreiben ist. Nach mehr Verbindung zu sich selbst. Nach einem Gefühl von Klarheit. Vielleicht nach einer inneren Stimme, die im Lärm des Alltags oft untergeht oder nach dem Gefühl, wieder näher bei sich selbst anzukommen, ohne genau zu wissen, wie das eigentlich geht.

Vielleicht geht es gar nicht um Heilung
Einer der Gründe, warum ich mit dem Begriff Womb Healing manchmal hadere, ist das Wort Healing selbst.
Es suggeriert schnell, dass etwas mit uns nicht stimmt. Dass etwas repariert, korrigiert oder wieder in Ordnung gebracht werden muss. Und gleichzeitig entsteht oft die Vorstellung, dass Heilung etwas ist, das von außen kommt. Durch eine Methode. Eine Session. Eine Therapeutin. Eine Heilerin. Als würde jemand anderes den entscheidenden Teil der Arbeit für uns übernehmen.
In meiner Erfahrung funktioniert es selten so.
Die tiefsten Veränderungen, die ich bei Frauen beobachte, entstehen nicht dadurch, dass jemand etwas an ihnen macht. Sie entstehen in dem Moment, in dem eine Frau beginnt, wieder eine Beziehung zu sich selbst aufzubauen. Zu ihrem Körper, ihrer Wahrnehmung. und zu den Teilen von sich, die sie vielleicht lange ignoriert, übergangen oder nicht verstanden hat.
Deshalb empfinde ich Womb Healing heute weniger als einen Prozess des Heilens und mehr als einen Prozess des Erinnerns. Nicht im spirituellen Sinne sondern im ganz praktischen. Ein Wieder-Anknüpfen an etwas, das nie wirklich verschwunden war, aber vielleicht lange keinen Raum bekommen hat.
Viele Frauen leben fast ausschließlich im Kopf
Wir leben in einer Welt, die Denken belohnt. Analysieren. Planen. Organisieren. Funktionieren. Und die meisten Frauen, die irgendwann bei mir landen, haben darin jahrelang trainiert.
Sie wissen viel über sich selbst. Über ihre Muster, ihre Vergangenheit, Persönlichkeitsentwicklung. Und trotzdem beschreiben viele ein ähnliches Gefühl. Als würden sie ihr Leben hauptsächlich aus dem Kopf heraus führen, während der Kontakt zum eigenen Körper immer leiser geworden ist.
Nicht komplett verschwunden. Aber leiser. Genau deshalb fühlen sich Begriffe wie Womb Healing für viele Frauen intuitiv interessant an, auch wenn sie nicht genau erklären können warum.
Was ich mit Womb Space meine
Wenn ich von Womb Space spreche, meine ich nicht einfach die Gebärmutter. Und auch keinen mystischen Ort, den man erst finden muss.
Für mich beschreibt dieser Begriff einen Erfahrungsraum. Einen Bereich, in dem Themen auftauchen, die viele Frauen erstaunlich gut kennen.
Grenzen.
Selbstwert.
Scham.
Intimität.
Kreativität.
Vertrauen.
Die Fähigkeit, die eigene Wahrnehmung ernst zu nehmen.
Es sind Themen, die sich oft nicht allein über Nachdenken verändern lassen. Vielleicht weil sie nie nur im Kopf entstanden sind.
Viele Frauen berichten, dass sie über diesen Zugang wieder beginnen, sich selbst anders wahrzunehmen. Nicht weil plötzlich alle Antworten da sind, sondern weil sie sich selbst wieder (endlich!) besser zuhören können.
Warum Womb Healing gerade jetzt so viele Frauen anspricht
Ich glaube nicht, dass das Interesse an Womb Healing deshalb wächst, weil Frauen plötzlich spiritueller geworden sind.
Ich glaube eher, dass viele spüren, wie anstrengend es geworden ist, ständig im Außen orientiert zu sein.
Immer erreichbar.
Immer beschäftigt.
Immer verantwortlich.
Viele Frauen funktionieren erstaunlich gut und fühlen sich gleichzeitig immer weiter von sich selbst entfernt.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum Themen wie Womb Healing, Embodiment oder Nervensystemarbeit heute so viele Menschen berühren.Weil sie eben nicht nach einer weiteren Theorie suchen. Sondern weil sie sich nach einer Erfahrung sehnen.Nach etwas, das nicht nur verstanden, sondern gespürt werden kann.
Was Womb Healing für mich heute bedeutet
Wenn mich heute jemand fragt, was Womb Healing wirklich ist, denke ich nicht zuerst an eine Technik.Ich denke an Beziehung, die Beziehung zu dir selbst. Zu deinem Körper. Zu deiner inneren Stimme.Zu den Teilen von dir, die im Alltag oft überhört werden.
Die Aufgabe einer Begleitung besteht dabei nicht darin, dich zu verändern oder zu heilen.Sie besteht darin, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem diese Verbindung wieder entstehen kann. Einen Raum, in dem nichts geleistet werden muss. Nichts bewiesen werden muss. Und nichts schneller gehen muss, als dein Körper bereit ist.
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Auf Instagram teile ich regelmäßig Gedanken zu Womb Healing, Nervensystem, Embodiment und der Frage, warum viele Frauen zwar viel über sich wissen, sich selbst aber trotzdem nur schwer spüren können.
Wenn dich dieser Artikel angesprochen hat, findest du auf meiner Womb Healing Seite weitere Informationen zu meiner Arbeit oder kannst ein unverbindliches Kennenlerngespräch vereinbaren.
